{"id":237,"date":"2019-10-04T21:58:24","date_gmt":"2019-10-04T19:58:24","guid":{"rendered":"https:\/\/anja.bacher-online.de\/?p=237"},"modified":"2019-10-06T16:52:57","modified_gmt":"2019-10-06T14:52:57","slug":"jinja-und-der-besuch-im-kinderheim","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/anja.bacher-online.de\/?p=237","title":{"rendered":"Jinja und der Besuch im Kinderheim"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gestern Mittag sind wir in Kampala abgereist und mit dem Taxi nach Jinja, in die zweitgr\u00f6\u00dfte Stadt Ugandas gereist. Uns sind schon einige Menschen begegnet die sehr positiv von Jinja berichtet hatten, darunter auch der deutsche Mann den wir in Kampala kennenlernten. Daher stellten wir an Jinja auch relativ hohe Erwartungen, vielleicht zu hohe. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser Hostel befindet sich tats\u00e4chlich in einer sch\u00f6nen Gegend. Es ist etwas au\u00dferhalb von der Stadt, hier ist es ruhiger und es gibt nette G\u00e4rten und Parkanlagen. <br>Die Innenstadt selbst erinnert uns sehr an Kampala. Die Stra\u00dfen sind dreckig und verm\u00fcllt, die H\u00e4user und L\u00e4den sehr heruntergekommen und es herrscht ziemliches Verkehrschaos. Zwar nicht ansatzweise so schlimm wie in Kampala, aber doch \u00e4hnlich. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/anja.bacher-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Blog1-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/anja.bacher-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Blog1-1-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-240\" srcset=\"https:\/\/anja.bacher-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Blog1-1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/anja.bacher-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Blog1-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/anja.bacher-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Blog1-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/anja.bacher-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Blog1-1-1600x1200.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Bananenplantage neben unserem Hostel<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/anja.bacher-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Blog3-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/anja.bacher-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Blog3-1-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-242\" srcset=\"https:\/\/anja.bacher-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Blog3-1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/anja.bacher-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Blog3-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/anja.bacher-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Blog3-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/anja.bacher-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Blog3-1-1600x1200.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Jinja Innenstadt<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Hauptgrund weshalb wir Jinja besuchen wollten lag darin, dass wir die Aussicht hatten in einem Kinderheim ein Praktikum absolvieren zu k\u00f6nnen. Lindas ehemalige Lehrerin engagierte sich dort und gab uns die Kontaktdaten hierf\u00fcr.<br>Gestern Abend besuchten wir dann das &#8222;Mama Jane Childrens Home&#8220;. Dort lernten wir die Kinderheimleiterin und ihre Tochter kennen. Der Leitung erz\u00e4hlten wir dann, dass wir Touristen aus Deutschland sind, Sozialarbeit studiert haben und hoffen hier reinschnuppern zu k\u00f6nnen. <br>Sie war allerdings sehr skeptisch und ziemlich unh\u00f6flich. Sie wies uns zun\u00e4chst ab, unterhielt sich dann eine Weile mit ihrer Tochter und Kollegin auf Luganda und konnte uns schlie\u00dflich doch eine Zusage f\u00fcr einen Praktikumstag geben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute morgen um 9 Uhr kamen wir im Kinderheim an. Die Kinderheimleitung zeigte uns die Einrichtung und erkl\u00e4rte uns einiges dazu. Das Kinderheim in Uganda ist von der Tagesstruktur her vergleichbar mit einem in Deutschland. Die Kinder werden morgens unterrichtet und erhalten mittags ein warmes Mittagessen und Freizeitangebote. Die R\u00e4umlichkeiten sind wesentlich kleiner als bei uns und die Klassen ziemlich gro\u00df. Neben den Hauptf\u00e4chern lernen die Kinder bei Mama Jane auch kochen und n\u00e4hen. <br>Die Kinder die \u00fcber Nacht im Kinderheim bleiben, schlafen in gro\u00dfen Schlafs\u00e4len, Jungen und M\u00e4dchen getrennt, Privatsph\u00e4re gleich null. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotzdem habe ich mir am Ende des Praktikums gedacht, dass die Kinder froh sein k\u00f6nnen dort zu sein. Denn sie erhalten Fr\u00fchst\u00fcck, Mittagessen, Abendessen, saubere Kleidung und ein Bett. Damit haben die Kinder wesentlich mehr als andere in Uganda. Ich ziehe den Vergleich vor allem zu Kindern die in Slums aufwachsen und unter schlimmen Lebensbedingungen leben.  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Praktikum war interessant und aufschlussreich. Die Kinder zeigten sich interessiert, offen und gingen freundlich auf uns zu. Teilweise waren sie etwas grenz\u00fcberschreitend, aufdringlich oder frech. Es fiel auf, dass die Kinder selten wei\u00dfh\u00e4utige Menschen sehen. Denn sie wollten uns alle anfassen und ber\u00fchren, als w\u00e4ren wir Gl\u00fccksbringen :-D. <br>Die Mitarbeiterinnen und auch die Leiterin des Kinderheims machten einen eher desinteressierten Eindruck. Wir hatten teilweise das Gef\u00fchl, dass wir nicht wirklich willkommen sind. Au\u00dferdem schienen sie unsere Anwesenheit direkt mit Geld in Verbindung zu bringen, denn eine der Lehrerinnen erz\u00e4hlte wohl, dass wir hier seien um zu zahlen. Vielleicht war dies tats\u00e4chlich die Intension von der Kinderheimleitung, als sie ihre Meinung zu einem Praktikum noch einmal \u00e4nderte.  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir waren schlie\u00dflich bis ca. 15 Uhr im Kinderheim, waren letzen Endes aber froh als wir gehen konnten, da es durch die Hohe Anzahl an Kindern ziemlich chaotisch und laut war. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/anja.bacher-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Blog2-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/anja.bacher-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Blog2-1-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-241\" srcset=\"https:\/\/anja.bacher-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Blog2-1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/anja.bacher-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Blog2-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/anja.bacher-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Blog2-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/anja.bacher-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Blog2-1-1600x1200.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Mama Jane Childrens Home<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor allem in Jinja hatten wir die Hoffnung netten Menschen zu begegnen und sich auszutauschen. Leider ist die Mentalit\u00e4t hier \u00e4hnlich wie in Entebbe und Kampala und die meisten Einheimischen sind wenig gastfreundlich. Die meiste Zeit f\u00fchlen wir uns hier in Uganda unwillkommen bis teilweise sogar unerw\u00fcnscht. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da Linda und ich dringend ein paar positive Erlebnisse gebrauchen k\u00f6nnen, wollen wir morgen noch einige Sehensw\u00fcrdigkeiten in Jinja besichtigen und am Sonntag zur\u00fcck nach Kampala reisen. Wir wollen dann von dort aus in einen Nationalpark fahren und endlich Safari machen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern Mittag sind wir in Kampala abgereist und mit dem Taxi nach Jinja, in die zweitgr\u00f6\u00dfte Stadt Ugandas gereist. 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