{"id":115,"date":"2019-09-26T00:07:46","date_gmt":"2019-09-25T22:07:46","guid":{"rendered":"https:\/\/anja.bacher-online.de\/?p=115"},"modified":"2019-09-26T00:19:50","modified_gmt":"2019-09-25T22:19:50","slug":"bericht-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/anja.bacher-online.de\/?p=115","title":{"rendered":"Warum Afrika?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den letzten Wochen sprach ich wohl kaum \u00fcber etwas anderes als \u00fcber meine bevorstehende, drei-monatige Reise nach Uganda. Dabei war die wohl h\u00e4ufigste Frage: <em>Warum muss es Afrika sein<\/em>? Dicht gefolgt von der zweiten Frage &#8211; <em>und was machst du dort so lange? <\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\nNun, um diese Frage zu beantworten muss ich ein wenig ausholen. \n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\nAfrika war wohl schon immer der Kontinent der mich am meisten\nfaszinierte. Urafrikanische St\u00e4mme, alte Br\u00e4uche, Traditionen und\nSlums inmitten von unendlichen Weiten, W\u00fcsten, Regenw\u00e4ldern\u2026 Ein\nKontinent der mir so unnahbar vorkam. \n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\nNeben der Geschichte und der Landschaften interessierte mich auch das\ngro\u00dfe Elend, welches in vielen Teilen Afrikas noch zur harten\nRealit\u00e4t geh\u00f6rte. \nDaher wollte ich bereits nach meinem Realschulabschluss nach Afrika reisen und an Hilfsprojekten mitwirken um die Welt zu retten. Mit meinen damaligen 16 Jahren entschied ich mich aber daf\u00fcr erst einmal mein Abitur zu machen \ud83d\ude09<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\nNat\u00fcrlich ver\u00e4nderte sich w\u00e4hrend meiner Zeit in der Oberstufe\nauch der Blick auf mein Vorhaben. Ich lernte, dass nicht alle\ndunkelh\u00e4utigen Menschen (Oder ist das politisch inkorrekt?) arm sind\nund gerettet werden m\u00fcssen und ich lernte, dass es Menschen gibt die\nunter ihren Lebensbedingungen gl\u00fccklich sind. Und ich m\u00f6chte an\ndieser Stelle nicht dar\u00fcber urteilen, welche Bedingungen gut oder\nschlecht sind \u2013 sie sind anders. \n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\nVielmehr lernte ich es zu sch\u00e4tzen, die M\u00f6glichkeiten und\nGelegenheiten zu bekommen eine solche Reise zu unternehmen und eine\nandere Kultur kennenzulernen und mit ihnen zu leben. \n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\nGelegenheiten hatte ich viele.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\nNach meinem Abitur bewarb ich mich f\u00fcr ein einj\u00e4hriges\nF\u00f6rderprojekt in S\u00fcdafrika und Namibia. Da der Tr\u00e4ger, unter dem\nich teilnehmen wollte, aber nur begrenzte Praktikumsstellen zur\nVerf\u00fcgung hatte \u2013 und ich zwar in der engeren, jedoch nicht in der\nTopauswahl war \u2013 bekam ich keine Zusage auf meine Bewerbung. \n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\nDa sich die Afrikaner mit der Auswahl ihrer Praktikanten Zeit lie\u00dfen\nund es bereits zu sp\u00e4t war mich f\u00fcr weitere Projekte zu bewerben,\nentschied ich mich f\u00fcr ein FSJ \u2013 in Deutschland. \n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\nEin weiteres Jahr verging und mein Traum war noch nicht gestorben.\nAllerdings verlangte die neue Situation \u2013 ein Freund an meiner\nSeite \u2013 dass ein einj\u00e4hriger Auslandsaufenthalt eventuell zu lang\nwerden wird. \n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\nMit dem Beginn meines Studiums freute ich mich schon auf mein drittes\nSemester, in dem man wohl ein Praxissemester im Ausland absolvieren\nk\u00f6nne. Voller Aufregung recherchierte ich bereits an meinen ersten\nTagen als Ersti was es daf\u00fcr wohl braucht. \n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\nDa ich an der Dualen Hochschule gekoppelt an eine Praxiseinrichtung\nbin und meine erste Wahl wohl nicht die beste Wahl war, wechselte ich\nmeinen dualen Partner. Mein Fremdpraktikum im Ausland fiel weg, da\nmir mein erstes Praxissemester als Fremdpraktikum angerechnet wurde\nund ich somit alle weiteren in meiner neuen Betriebsst\u00e4tte\nabsolvieren musste. \n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\nSp\u00e4ter erfuhr ich, dass mein neuer dualer Partner einen Aufenthalt\nim Ausland sowieso nicht begr\u00fc\u00dft h\u00e4tte. \n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\nLange Rede kurzer Sinn. Nachdem ich nun seit Jahren den Traum\nverfolge eine Reise nach Afrika zu machen und mir immer Steine in den\nWeg gelegt wurden (oder ich sie mir selbst in Weg gelegt habe) nutze\nich das Ende meines Studiums um ihn diesmal zu verwirklichen. \n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\nMeine dreimonatige Reise nach Ostafrika beginnt am 27.9.19 und ich\nhoffe auf viele Eindr\u00fccke, interessante Begegnungen und Erfahrungen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"> <em>Und egal in welcher Form die Erfahrungen gemacht werden.  Erfahrung ist der Anfang aller Kunst und jedes Wissens<\/em><br><em>&#8211; Aristoteles<\/em> (Nur das Zitat \u2013 der Text ist von mir)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzten Wochen sprach ich wohl kaum \u00fcber etwas anderes als \u00fcber meine bevorstehende, drei-monatige Reise nach Uganda. 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